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Leistungsspektrum Geburtshilfe

Alles im Überblick

Was sollte ich vor und während der Schwangerschaft beachten?

Schon vor der Schwangerschaft sollten Sie auf eine gute Ernährung achten. Während der Schwangerschaft braucht Ihr Körper mehr Vitamine und Mineralstoffe als sonst. Bereits vor der Empfängnis sollten Sie Folsäure zu sich nehmen. Auf Alkohol und Rauchen sollen Sie verzichten. Nehmen Sie Medikamente nur nach Absprache ein, da sie eventuell Ihr Baby schädigen könnten.

Neben den regulären Untersuchungen der Mutterschaftsvorsorge gibt es weitere Untersuchungen, die sinnvoll für Sie und Ihr Baby sind.

Untersuchung auf Toxoplasmose

Eine Toxoplasmose verläuft meist unbemerkt. Bekommt man sie während der Schwangerschaft aber zum ersten Mal, kann dies für das ungeborene Kind sehr gefährlich werden (z. B. „Wasserkopf“, Hirnschäden etc.). Mit Toxoplasmose kann man sich über verschiedene Wege infizieren: Verzehr von rohem Fleisch, Kontakt mit Katzenkot, Trinken von Rohmilch sowie Verzehr von ungewaschenem Obst und Gemüse. Damit eine Infektion während der Schwangerschaft festgestellt und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden kann, ist eine Bestimmung der Antikörper gegen den Parasit Toxoplasma gondii im Blut empfehlenswert.

Untersuchung auf B-Streptokokken

Bei Schwangeren können B-Streptokokken, die in der natürlichen Darmflora vorkommen, zum Problem werden. Sie können durch Schmierinfektion auf die Scheide übertragen und bei der Geburt auf das Baby übertragen werden. Die Bakterien können beim Kind schwere Infektionskrankheiten hervorrufen. Die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe empfehlen allen Schwangeren, sich zwischen der 35. und 37. Schwangerschaftswoche testen zu lassen. Werden Streptokokken im Abstrich nachgewiesen, kann eine vorsorgliche Antibiotika-Gabe vor der Geburt Ihr Baby schützen.

Oraler Glucosetoleranz-Test (Zuckerbelastungstest)

Etwa fünf Prozent aller Schwangeren leiden an einer Schwangerschaftszuckerkrankheit. Unerkannt kann dies gefährliche Folgen für das ungeborene Kind haben. Das Kind kann zum Beispiel ein unnatürlich hohes Geburtsgewicht haben, und es können Fehlbildungen entstehen. Nach der Geburt kann es zu einem Atemnotsyndrom sowie Unterzuckerung des Kindes kommen. Die Durchführung eines Zuckerbelastungstests ist daher zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche zu empfehlen.

Ultraschall-Untersuchungen / 3-D/4-D Ultraschalluntersuchung

Innerhalb der Mutterschaftsvorsorge sind drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen (9.-12., 19.-22. und 29.-32. SSW), welche die Krankenkassen übernehmen. Darüber hinaus bieten wir Ihnen jederzeit eine Ultraschalluntersuchung als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL-Leistung) an. Wir können auch 3D- oder 4D-Ultraschalluntersuchungen durchführen. Dadurch können Sie Ihr Baby schon im Mutterleib lebensecht sehen. Wachstum und Entwicklung des Kindes werden somit noch genauer beobachtet.

Ringelröteln

Ringelröteln (Erythema infectiosum) sind etwas anderes als Röteln (Rubeola). Findet der Erstkontakt mit Ringelröteln erst während der Schwangerschaft statt, kann eine Ringelröteln-Infektion schwerwiegende Folgen für das ungeborene Kind haben. Es besteht die Gefahr, dass das auslösende Virus (Parvovirus B 19) auf das Kind übertragen wird, auch wenn die Mutter keine Krankheitssymptome entwickelt. Dies kann eine schwere Blutarmut auslösen. Daher sollten Sie Ihren Immunstatus überprüfen lassen. Hatten Sie noch keinen Kontakt mit Ringelröteln sollte alle zwei Monate eine Blutuntersuchung durchgeführt werden, damit eine durchgemachte Infektion nicht übersehen wird.

Zytomegalie (CMV)

Von einer Infektion mit Zytomegalie merken Schwangere meist nichts. Wird die Infektion auf das ungeborene Kind übertragen, kann sie aber zu Fehlbildungen führen und sogar lebensgefährlich sein. Das Virus wird durch Speichel, Tränenflüssigkeit, Urin und Blut übertragen. Ein Test auf Zytomegalie zu Beginn der Schwangerschaft ist daher empfehlenswert. Weist das Blut der Schwangeren Antikörper auf, kann die Erstinfektion sie nicht mehr treffen. Liegen keine Antikörper vor, sollte die Schwangere sich schützen, z. B. mit gründlichem Händewaschen nach dem Kontakt mit Speichel oder nach dem Wickeln von kleinen Kindern.

Vitamin-D-Mangel

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle im Körper und hat großen Einfluss auf die kindliche Entwicklung und das Immunsystem. Selbst mit guter, ausgewogener Ernährung ist es fast unmöglich, genügend Vitamin D aus der Nahrung aufzunehmen. Der Organismus kann Vitamin D selbst herstellen, benötigt dazu aber Sonne. Besonders in den Wintermonaten kann es zu einem ausgeprägten Vitamin-D-Mangel kommen. Während der Schwangerschaft gilt Vitamin-D-Mangel als mitverantwortlich für Schwangerschaftsdiabetes, Präklampsie (Bluthochdruck, mit Eiweißverlust über die Nieren) und Scheideninfektionen, die alle das Risiko einer Frühgeburt erhöhen. Zudem scheinen Gebärende mit Vitamin-D-Mangel eine erhöhte Kaiserschnittrate zu haben.

Vitamin D sollte daher zusätzlich in Form von Vitaminergänzungsmitteln (Tabletten etc.) aufgenommen werden. Die meisten Ergänzungspräparate für Schwangere enthalten heutzutage Vitamin D. Bei einem Mangel reicht die Dosis aber nicht aus. Es sollte aber auch darauf geachtet werden, dass es nicht zu einem Überschuss an Vitamin D kommt. Deshalb ist es ratsam, den Vitamin-D-Wert im Blut bestimmen zu lassen. Wir nehmen gern einen Labortest für Sie vor, damit Sie wissen, wo Sie stehen. Über weitere Bluttests (1 Tropfen Blut reicht) kann dann die Entwicklung kontrolliert werden.

Akupunktur

In der Schwangerschaft wird Akupunktur zur Entspannung und als Vorbereitung auf die Geburt eingesetzt. Dazu werden bestimmte Punkte am Körper mithilfe von dünnen Nadeln stimuliert. Hierdurch sollen die Selbstheilungskräfte aktiviert und der Energiefluss im Körper stimuliert werden. Akupunktur kann beispielsweise helfen bei innerer Unruhe, Übelkeit und Erbrechen, Wassereinlagerungen sowie Rücken- und Kopfschmerzen. Sie ist eine gute Alternative zu Medikamenten, mit deren Einnahme man in der Schwangerschaft mit Rücksicht auf das ungeborene Kind vorsichtig sein sollte.

Geburtsvorbereitende Akupunktur kann ab der vollendeten 36. Schwangerschaftswoche einmal wöchentlich bis zur Geburt durchgeführt werden. Es sollte sich um eine risikoarme Schwangerschaft handeln. Geburtsvorbereitung durch Akupunktur entspannt und beruhigt bei Ängsten. Zudem soll die Eröffnungsphase bei der Geburt dadurch schneller vonstattengehen und die Geburt sich verkürzen.